Ich hasse den Winter. Bzw. eigentlich garnicht den Winter, aber die Tatsache, dass es so früh dunkel wird. Und das es kalt ist.
Wie soll ich da bis nachts um 1 auf dem Balkon sitzen? Auf dem Balkon... wie schrecklich das schon klingt. Ich gehöre nicht auf einen Balkon. Ich gehöre auf einen Rasen. Im Juli. Mitten in der Nacht und über meinem Kopf fliegt eine Fledermaus und hält mir die Mücken vom Leib.
Aber leider bin ich nicht mehr 17 und den Garten und die nette Fledermaus gibt es nicht mehr.
Stattdessen einen Balkon voller Sperrmüll. Einen Nachbargarten voll mit Assis (ok die hatten wir in Tangermünde auch...).
Ich habe auch kein Schlafzimmer mehr in Richtung Straße, in dem ich nachts das Fenster weit offen lassen konnte - obwohl es zur Straße lag. Ich habe jetzt ein Wohnzimmer in Richtung Straße. Und mir fehlen vergitterte Fenster, weil ich Angst vor der netten Nachbarschaft habe.
Natürlich mag ich Leipzig mittlerweile. Aber es wird nunmal nie die Kleinstadt aus meinem Herzen schubsen können.
Ich hoffe wirklich so sehr, dass mich meine liebste beste Freundin besuchen kommt. Ein Stück Heimat, ein Stück gute alte Zeit und heile Welt und ein riesiges Stück von mir selbst.
2 Kommentare:
Nicht den Kopf hängen lassen...aber ich fühl mit, mir geht es im Moment ähnlich...zwar habe ich mich an mein Wahlheim gewöhnt, allerdings bin ich hier nicht zu Hause und vermisse meine Heimat! Meine Nachbarn sind zwar schräg, aber Angst muss ich glücklicherweise nicht haben...
Ich weiß gerade nicht, was schlimmer ist: In deinem Viertel zu wohnen, oder Tag für Tag von Bayern umgeben zu sein. Schlimm ist es definitiv, weg von zu Hause zu sein, egal wo. Heimweh... :(
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